Auch an der Berufsschule Cabinda

ist es Teil des Ausbildungsprogramms,

junge Frauen und Mädchen auf eine aktive,

gleichberechtigte Rolle

in ihrer örtlichen Gemeinschaft vorzubereiten.

Angola

Berufsschule Cabinda:
FÜR’S LEBEN LERNEN

2011 unterstützte HUMANA Österreich ein weiteres Berufsbildungsinstitut in Angola, und zwar das Polytechnikum Cabinda. Die Schule erhält ein dichtes Netzwerk ehemaliger SchülerInnen, viele von ihnen heute angestellt in verschiedenen Institutionen und Organisationen. Für das Erlernte empfinden sie tiefen Respekt, sowohl was die handwerklichen Fertigkeiten, als auch die Persönlichkeitsbildung betrifft. Viele von ihnen sagen, dass sich während ihrer Schulzeit ihre Vision davon, was sie erreichen können in ihrem Leben, gewaltig erweitert hat. Nun kämpfen sie darum, ihre Visionen in die Realität umzusetzen.
 
Das Polytechnikum Cabinda nützt der lokalen Bevölkerung auf vielfache Weise. Viele junge Leute haben an der Schule Computer- oder Englisch-Kurse besucht, und das macht es für sie leichter, einen Job zu bekommen.

Viele SchülerInnen der Fachrichtung Elektrotechnik sind jetzt selbständig und sind bemüht, den Bedarf in den Gemeinden an professionellen ElektrikerInnen zu decken. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass sie selbst und ihre Familien in guten Verhältnissen leben können. Die Erziehung an der Schule ist breit angelegt: Das „Lebens-Training“, der enge Kontakt zwischen LehrerInnen und SchülerInnen, die moralische Erziehung und Persönlichkeitsbildung tragen dazu bei, die jungen Leute zu aktiven BürgerInnen werden zu lassen.

Zwei Fachrichtungen – Hotel & Catering sowie Verwaltung – sind ausschließlich weiblichen SchülerInnen vorbehalten. Hinter der Idee der „Spezialkurse“ für Mädchen und junge Frauen steckt die Überlegung, diese dadurch dazu zu bewegen, der Bildung Vorrang zu geben. Normalerweise sind Mädchen im südlichen Afrika viel schwächer darin, in der Öffentlichkeit auszudrücken, was sie wollen, und sollen dafür in „rein weiblichen“ Kursen mehr Freiraum zu bekommen. Auch sind sie so veranlasst, sich um alle Aspekte ihres Lehrgangs zu kümmern: von der öffentlichen Präsentation bis zu praktischen Aufgeben, ohne Möglichkeit, diese an ihre männlichen Kollegen zu „delegieren“.

In Perspektive werden die beiden Fachrichtungen verstärkt dazu führen, dass es mehr gebildete Frauen im Umkreis gibt. Auch die praktische und theoretische Auseinandersetzung gemeinsam mit SchülerInnen aller Fachrichtungen in Gender-Fragen wird die Haltung zu den Geschlechtern in der Gegend verändern, den die SchülerInnen nehmen ja das Gelernte und Erarbeitete mit nach Hause zu ihren Familien.

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