Das Projekt ADPP Fundraising Angola startete vor

17 Jahren und erstreckt sich heute auf 12 der 18

Provinzen des Landes.

Das Kleidersortierwerk befindet sich in der

Hauptstadt Luanda. Hier schafft das Projekt

Arbeitsplätze und erreicht 2,9 Mio. KundInnen.

Angola

KLEIDUNG FÜR ENTWICKLUNG AUF DEM LANDE

2010 unterstützte HUMANA Österreich die Aktion „Clothes for Rural Development" seines Partners ADPP Angola mit einem Betrag € 29.989. Für diesen Betrag wurde Kleidung beim Projekt „ADPP Fundraising Angola" angekauft, um sie den bedürftigsten Menschen in den Kommunalprojekten des Landes als Starthilfe zur Verfügung zu stellen oder als Entlohnung für Arbeiten an Gemeinschaftseinrichtungen.

Das Projekt ADPP Fundraising Angola startete vor 17 Jahren und erstreckt sich heute auf 12 der 18 Provinzen des Landes. Das Kleidersortierwerk befindet sich in der Hauptstadt Luanda. Das Projekt befasst sich mit dem Import und der Promotion von Secondhand-Kleiderverkauf durch Händler.

Die Idee des Projekts ist eine doppelte:

  • Zum einen soll der angolanische Markt mit Qualitätskleidung versorgt werden und der Lebensstandard der Menschen auf diese Weise gesteigert werden,
  • zum anderen wird durch die Verwertung von Secondhand-Kleidung in einem erheblichenMaße zur Finanzierung der ADPP-Sozialprojekte beigetragen.

Die Kleidung wird über lokale HändlerInnen distribuiert, die vom Handelsministerium hiezu befugt sind. Das Projekt umfasst etwa 1.500 HändlerInnen, die schätzungsweise 2,9 Mio. KundInnen erreichen.

Durch den Import von Secondhand-Kleidung erfüllt das Projekt ADPP Fundraising einige extrem wichtige Funktionen:

Kleidung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Sie gibt dem Menschen Würde, ist ein Mittel der Selbstdarstellung des Individuums und bietet Schutz vor extremer Witterung. In Entwicklungsländern ist es oft schwierig bis unmöglich, an gute und strapazfähige Kleidung zu kommen oder diese ist einfach zu teuer. ADPP Fundraising bietet eine Alternative zu teurer Importware, die Möglichkeit, Qualitätskleidung zu erwerben, zu der die breite Masse der Menschen ohne dieses Projekt keinen Zugang hätte.

Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenrate liegt landesweit bei 45 %, doch ist sie auf dem Lande erheblich höher. Deshalb ist die Schaffung von Arbeitsplätzen von enormer Wichtigkeit für das Land. Kleidung, die importiert wurde, wird bei ADPP sortiert, verpackt, transportiert, an Engros-Händler verkauft und schließlich von KleinhändlerInnen auf den Märkten im ganzen Land angeboten. Jedes Glied dieser Kette schafft Arbeit für lokale Arbeitskräfte und damit ökonomischen Fortschritt, insbesondere in den ländlichen Regionen, wo der Geldfluss auf lokalen Gütern und Dienstleistungen beruht.

BERUFSSCHULEN FÜR DEN AUFBAU DES LANDES

Die Berufsschulen, die ADPP Angola im Lande betreibt, arbeiten auf Grundlage von Abkommen mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Entwicklung auf dem Lande sowie dem Nationalen Institut für Berufsausbildung.

Hier finden Lehrgänge für Bauwesen, Elektrik, Catering und Tourismus, Verwaltung, Handel und Landwirtschaft statt, die entweder 6 oder 12 Monate dauern. Dabei wird darauf geachtet, dass die Lehrinhalte so weit wie irgend möglich den Bedürfnissen entsprechen, die in der jeweiligen Provinz vorherrschen. Die Verhältnisse auf dem lokalen Arbeitsmarkt werden kontinuierlich beobachtet, um den lokalen Unternehmen „maßgeschneidert" genau jene Arbeistkräfte auszubilden, die sie brauchen. Deshalb hat die Berufsschule in Cabinda z. B. Kurse in Umwelt und Einkommen schaffenden Tätigkeiten eingeführt. Auf dem Programm stehen ferner Kurse in Datenverarbeitung und Englisch. Neben den Fachgegenständen lernen die BerufsschülerInnen eine breite Pallette von Fächern wie Allgemeinwissen, Sprachen, Sport, Werken, Musik, Theaterspiel, Geschichte ... Jede/r einzelne StudentIn wird darüber hinaus zum HIV / AIDS-Aktivisten ausgebildet.

Die Schulen bieten einen Mix von praktischer und theoretischer Ausbildung, mit Hinblick auf die Bedürfnisse des Schülers / der Schülerin und seine / ihre bevorstehende Eingliederung in den lokalen Arbeitsmarkt. Ein wichtiger Studienabschnitt ist das Praktikum, das die SchülerInnen in verschiedenen Unternehmen der Umgebung absolvieren, um so die erlernten Fertigkeiten auszutesten. Dies bietet Training im „wirklichen Leben" und die Möglichkeit, sich auf den Arbeitsmarkt einzustellen. AbsolventInnen der ADPP Berufsschulen sind darauf vorbereitet, leitende Positionen einzunehmen oder ihr eigenes Unternehmen zu gründen – eine gute Zukunft für dich selbst, ihre Familien und die Gemeinschaft, in der sie leben, zu gestalten.

 

 

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